Alles über die Kirchengemeinde St. Johannes Baptist Bad Saulgau 
 
Banner StJohannes

Suche:

 






Unser Kirchenführer ist im örtlichen Buchhandel und im Pfarrbüro käuflich zu erwerben!

Seelsorgeeinheit » Bolstern » Altarweihe » Seitenübersicht

 
Altarweihe und Wiedereröffnung der Pfarrkirche in Bolstern
am 05.04.2011

                                                       

"O Herr welche ein Morgen" sang der Männerchor des Liederkranzes Bolstern zu Beginn des Festgottesdienstes zur Altarweihe und Wiedereröffnung der grundlegend renovierten Pfarrkirche St. Gallus. In der Tat war es der sonnige Morgen eines Festtages, wie er nicht jeder Generation einer Kirchengemeinde vorbehalten ist. Festliches Orgelspiel empfing Weihbischof Dr. Johannes Kreidler und seine Konzelebranten Pfarrer Wolfgang Knor, Pfarrer Peter Müller und Diakon Johannes Jann in der in neuem Glanz erstrahlenden Kirche. Pfarrer Wolfgang Knor war die Freude über diesen Tag bei der Begrüßung anzumerken. Freude auch darüber, dass unter den Mitfeiernden auch Bürgermeisterin Doris Schröter und Ortsvorsteher Anton Störk sowie Pfarrer Stephan Günzler von der Evangelischen Kirchengemeinde waren.  Sein besonderer Gruß galt dem Weihbischof, nicht nur als Zelebrant der Weihehandlungen sondern als Vorsitzender der Liturgiekommission und Jurymitglied beim Bauamt der Diözese Rottenburg-Stuttgart in deren Eigenschaft er wesentlich zur Renovierungsentscheidung beigetragen hat. "Der Altar ist Sinnbild für Jesus Christus, wenn wir gemeinsam Eucharistie feiern" so der Weihbischof Dr. Johannes Kreidler bei seiner Predigt, in der er die zentrale Rolle des Altars als Mittelpunkt der Eucharistie deutlich machte. "Die neue Kirche bietet Raum inne zu halten, aufzuhorchen und unsere Augen des Herzens zu öffnen, nutzen sie dies in dieser umtriebigen Zeit" so die Empfehlung des Bischofs. Er gratulierte der Kirchengemeinde zu der Gemeinschaftsleistung bei der sehr gelungenen Renovation und dankte in sehr persönlichen Worten all denen, die mitgeholfen haben. Die Weihe des neugeschaffenen Altares mit dem Zeremoniell Besprengung mit Weihwasser, der Salbung mit Chrisam und dem Verbrennen von Weihrauch auf dem Altar war mit der Höhepunkt des ob seiner liturgischen Intensität beeindruckenden Festgottesdienstes, den die Bolsterner Chöre mitgestalteten.  

 
   

Am Ende des Gottesdienstes erinnerte der stellvertretende Vorsitzende des Kirchengemeinderates Bernhard Tyborski an die lange Planungs- und Vorbereitungszeit und an die 11monatige intensive Renovierungszeit. Sein Dank galt der Diözese Rottenburg-Stuttgart und dem Denkmalamt für die finanzielle Unterstützung sowie den Künstlern und Handwerkern, die unter der Projektleitung von Architekt Ottmar Waltner das ansehnliche Werk geschaffen haben. Dank auch den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für die unzähligen Arbeitsstunden. Viel Beifall und ein Geschenk gab es für Pfarrer Knor, den Bernhard Tyborski als den Motor dieser gelungenen Renovation bezeichnete.

Wie sehr der Tag auch von der Seelsorgeeinheit und darüber hinaus wahrgenommen wurde, zeigte der "Nachmittag der offenen Kirchentüre". Viele Besucher kamen, um die Kirche anzuschauen und sich im Gespräch mit Architekt Ottmar Waltner und Joachim Hoppe, dem Künstler, der den neuen Altarraum geschaffen hat, auszutauschen.

Die Philosophie der Neugestaltung, die durch wirkungsvolle Schlichtheit der Formen und das Zusammenspiel der dezenten Farbgestaltung besticht, wurde allenthalben gelobt.

Ein weiteres Mosaik des Tages und der Abschluss war das Benefizkonzert der Bolsterner Chöre und der musizierenden Bolsterner Jugend, bei dem die Kirche sich auch als wirkungsvoller Klangraum zeigte. Wie vielfältig und farbig Musik und Gesang sein kann, erlebten die zahlreichen Besucher bei dieser kirchenmusikalischen Stunde. Festlich eröffnet mit dem Orgelsolo "Concerto" einfühlsam interpretiert von Reinfrid Gantner, folgte die "Renaissance-Suite" und das mozart’sche "Kleiner Tanz" des Bläserensembles unter der Leitung von Christina Roos. Fein das Wechselspiel der Instrumente und machtvoll die Akkorde. „Gottes Familie kunterbunt“ boten die jüngsten Akteure des Nachmittags die Mitglieder des Kinderchores geleitet von Ulrike Kessler. Für den herzerfrischenden unbeschwerten und doch konzentrierten Auftritt gab es dann auch den verdienten Beifall. Für weitere Abwechslung und musikalische Farbtupfer sorgten das Klarinetten- und Saxophonquartett mit "Dream Topping" und ein Solo für Kontrabass des jungen Max Siegert.

"Forschen nach Gott" von Conradin Kreutzer, "Frieden" von Gotthilf Fischer und "Sancta Maria" war der Beitrag des Männerchores, a-capella wirkungsvoll vorgetragen. Piano und getragen das beethoven’sche "Ich bete an die Macht der Liebes", kräftig und mit Trompeten begleitung das "Wo Musik erklingt" so präsentierte sich der Kirchenchor unter der Leitung von Bernadette Wetzel. Die Vielfältigkeit im sangesbegeisterten Bolstern bewies dann auch der Junge Chor Bolstern unter der Leitung von Ulrike Kessler mit dem "Perfect Day", dem "Sing a new Song" und dem einfühlsamen "Liebe ist unendlich".

Die kirchenmusikalische Stunde nutzten auch Dekan Ludwig Endrass und Ortsvorsteher Anton Störk um in Grußworten zur gelungenen Kirchenrenovation zu gratulieren.

Mit einer Betrachtung durch Pfarrer Knor, dem "Vater unser" und dem gemeinsam gesungenen "Großer Gott" endete nicht nur das Benefizkonzert sondern auch der Festtag, der ganz sicher in die Geschichte der Kirchengemeinde St. Gallus eingehen wird.

Nicht nur ein großer Tag für die Kirchengemeinde, sondern auch für die Ministranten, für die der Dienst am Altar mit Weihbischof Dr. Johannes Kreidler etwas besonderes war.

   
 
Bericht und Foto: Eugen Kienzler

Seitenanfang Zuletzt geändert: 28.04.11